Egal, ob mit Sekt oder Selters: Ein Sommerabend-Drink für alle Generationen.

Wenn sich Kind und Kegel, Oma, Opa, Papa oder Mama am lauen Abend in Vorfreude auf die Sommerferien auf der Terrasse versammeln, gehen die Getränkewünsche auseinander: Weißbier und Orangensaft, Kaffee, Cola, Eistee oder Chardonnay – der Getränkehändler freut sich über das breite Interesse. Es gibt wenige Drinks, die auf breite Zustimmung unter den Durstigen aller Generationen stoßen. Dazu gehört nach langjähriger Marktforschung im Probelokal der hauseigene Erdbeer-Cocktail. Das wohl feinste Obst der Welt, reife Erdbeeren, vermischt sich mit Ananassaft, Mineralwasser und ein paar Geschmacksturbos. Und was dann noch dazu kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Sind Kinder dabei? Ist die Stimmung gut? Trinken Sie alleine? Ist erst Montag- oder schon Freitagabend? Ist es noch hell oder stehen die Sterne am Himmel? Darauf kommt es an, wenn Sie überlegen, den Drink noch mit kühlem Weißwein, Sekt oder einem kräftigen Schuss Hochprozentigem aufzupeppen – zum Beispiel mit Rum oder Grand Marnier. Dann wird aus der so unschuldig daher schleichenden Vitaminbombe plötzlich ein veritabler Sommerdrink, der die Stimmung unterstreicht oder bei Bedarf auch hebt. Egal, ob mit oder ohne Schuss: Der Erdbeer-Cocktail ist herrlich süffig und hat noch nie einen Gast enttäuscht.
So schön frisch müssen die Erdbeeren für diesen Drink übrigens gar nicht sein – der Mixer kaschiert alles.
In einen Standmixer werfen Sie ein halbes Kilo gewaschene und zugeputzte Erdbeeren, dazu kommen ein halber Liter Ananassaft, ein Löffel Vanillezucker, der Saft einer Limette, ein paar Eiswürfel und – je nach Angebot in Garten oder Balkon – ein paar frisch gezupfte Blätter Minze. Bleiben Sie flexibel und variieren Sie nach Geschmack! Dann schließen Sie den Mixer und geben kräftig Gas. Nach wenigen Sekunden entsteht eine feine Mischung, die Sie mit einem halben Liter Mineralwasser aufgießen. Achtung, Achtung – das schäumt. Und wie! Ich kann mich nur schwer zurückhalten und neige dazu, den ganzen Schaum auf der Stelle weg zu schlürfen. Aber weder hört sich das gut an, noch wäre es hygienisch. Außerdem gönnen wir den geschätzten Gästen die Freude an der kleinen Schaumparty. Also rasch servieren, bevor er sich in Luft auflöst. Die Mischung gießen Sie in große Gläser. Ob Sie dann Weißwein, Sekt, Rum oder eine andere Feinheit dazu rühren, hängt von eingangs genannten Faktoren ab. Genießen Sie den Drink alleine, empfiehlt sich die Kombination aus feiner Sommerabend-Musik und leichtem, aber qualitativ hochwertigem Lesestoff. Einen herrlichen Abend verbrachte ich kürzlich mit der Indie-Folkband „The Decemberists“ aus Portland (lassen Sie sich den Sommer bloß nicht vom Band-Namen nehmen!) – besser als deren aktuelles Album „I’ll Be Your Girl“, das mich unvorbereitet in den Rhythmus der 80er zurückführt, gefiel mir dabei „The King Is Dead“ aus dem Jahr 2011. Und das liegt nicht nur am saisonal passenden Titel „June Hymn“. Als Lektüre empfiehlt sich das stets solide ZEIT-Magazin, das der Wochenzeitung „ZEIT“ beiliegt. Das Format passt auf den Terrassen-Tisch und beweist, dass Qualität nicht auf Leichtigkeit verzichten muss. Zutaten für zwei ziemlich oder vier halbwegs durstige Gäste: 1/2 Kilogramm Erdbeeren, 1/2 Liter Ananassaft, Saft einer Limette, ein Löffel Vanillezucker, ein paar Blätter Minze, Eiswürfel, 1/2 Liter Mineralwasser, etwas Alkohol je nach Alter der Gäste, Lust oder Laune (Weißwein, Sekt, Rum oder Grand Marnier zB) Musik-Tipp zum Trinken an einem lauen Frühsommer-Abend: „The King Is Dead” aus dem Jahr 2011 von „The Decemberists“; Produzent: Tucker Martine; Label: Capitol Records – saisonal passt der Track „June Hymn“, aber auch „This Is Why We Fight“ oder „Dear Avery“ sind spitze. Das neue Album heißt „I’ll Be Your Girl“ und klingt für diese Band sehr ungewöhnlich, was nicht nur schlecht ist; Produzent: John Congleton; Label: Capitol Records Lese-Tipp, falls Sie alleine trinken: Das ZEIT-Magazin – Qualität und eine gewisse Leichtigkeit in bester Kombination!

Post Author: Dan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may also like

Hereinspaziert und ausprobiert

Willkommen in Dan’s Probelokal!
Auf dem Menüplan dieses Online-Lokals stehen stets frische Rezeptgeschichten. Als Beilage gibt es musikalische Entdeckungen und kritische Blicke auf unsere Gesellschaft.

Newsletter-Anmeldung
Wer sich für den Newsletter anmeldet, bekommt die Rezeptgeschichten immer vorab, frisch und heiß serviert. Senden Sie einfach eine E-Mail mit Betreff „Newsletter” an dan@probelokal.com. Ihre Adresse wird natürlich nicht weitergegeben. Bis bald!

Folgen Sie Dan’s Probelokal

Zweite Wahl

Im Probelokal werden viele Rezepte ausprobiert. Doch nicht aus jedem wird eine eigene Geschichte, weil schlicht die Zeit dazu fehlt. Deshalb sehen Sie hier wechselnde Gerichte zweiter Wahl.

Falls ich Ihnen ein Rezept dieser Spalte senden soll, dann schreiben Sie mir: dan@probelokal.com. Und wenn Sie wollen, dann spenden Sie als Gegenleistung dem Verein „Herzkinder Österreich” ein paar Euro. Vielen Dank!

Eingelegte rote Zwiebeln

Die Vorratskammer füllt sich derzeit mit frischem Gemüse, das für die kalten Monate eingelegt wird. Etwa mit diesen roten Zwiebeln in süß-saurer Marinade. Ich freue mich schon darauf, die Gläser zur herbstlichen Jause in ein paar Wochen zu öffnen.

Oder:

Kartoffel-Brot

Dieses luftig-leichte Kartoffel-Brot passt optimal zu einem gemütlichen Wochenende. Allein der Duft aus dem Backofen versetzt mich zurück in die herrlichen Samstagabende der Kindheit. Fehlt nur noch, dass Thomas Gottschalk, Frank Elstner oder Rudi Carrell eine Fernseh-Show anmoderieren.

Oder: Knusprige Kartoffelknödelchen

Sind es zu groß geratene Gnocchi? Oder zu klein gerollte Knödel? Oder gar zu runde Schupfnudeln? Egal, diese kleinen Knödel aus Kartoffelteig schmecken vorzüglich. In brauner Butter geschwenkt, vielleicht noch mit ein paar Speckwürfeln. Alpen-Streetfood vom Feinsten!

Aufgewärmt

Zitronen-Limonade

Jetzt, mitten in den Schulferien, schlägt wieder die Stunde der hausgemachten Zitronen-Limonade. Am besten schmeckt sie natürlich direkt aus dem Limonadenbaum. Das wusste schon Pippi Langstrumpf. Die Geschichte dazu und das Rezept finden Sie hier. 

Knoblauch-Paste

Vampire, nehmt euch in Acht: Jetzt wird wieder Knoblauch-Paste produziert, um gesund und würzig durch den Herbst zu kommen. Dazu braucht es nur frischen Knoblauch, viel Olivenöl und einen großen Standmixer – hier sind die Details.

Rot-weiß-roter Cocktail

Wenn man ein, zwei oder vielleicht sogar drei dieses süffigen Erdbeer-Cocktails genehmigt, steigt nicht nur das Fußball-Fieber. Es steigt auch der Glaube an die große Sensation im Wembley-Stadion, wenn Österreich gegen Italien spielt… Das Rezept finden Sie hier.

Kartoffelsalat mit Backhendl

Ein Leibgericht, ein Nationalgericht, eine Wohltat als Belohnung nach einer arbeitsreichen Woche: Ganz viel Kartoffelsalat mit einer Extraportion Frühlingszwiebeln. Und dazu ein paar Streifen frisch panierter Backhendl. Alles Wissenswerte dazu finden Sie in der Rezeptgeschichte vom April 2020. 

Burger mit Ofen-Pommes

Burger sind derzeit in aller Munde – bevor der Hype vorbei ist, gibt es dieser Tage nochmals das Burger-Rezept vom Februar 2021. Sogar das Brot ist selbstgemacht, denn wenn es im Probelokal schon Fast Food gibt, dann gewiss in Slow-Food-Qualität.

 

Das kürzeste längste Rezept des Jahres

Hilfe, es weihnachtet schon!

Normalerweise rege ich mich schon auf, wenn sich im August weihnachtliche Lebkuchen im Supermarkt-Regal stapeln. Doch diesmal breche ich selbst alle Rekorde – denn die Weihnachtsvorbereitungen im Probelokal beginnen heuer bereits im Frühling.

Denn wer jetzt drei Vanilleschoten auseinander schneidet, aufschlitzt, in ein Schraubglas legt und mit Wodka abdeckt, darf sich im November über feinstes Vanille-Extrakt freuen. Ein Löffelchen des angesetzten Zaubertranks genügt, um Weihnachtskekse, Punsch und Desserts herrlich vanillig zu würzen. Also: Frohe Weihnachten!

Rezept-Geschichten

Erinnerungen

Im Juni 2o13:
ZEIT-Magazin-Kochwettbewerb

(Foto: Sina Görtz für das ZEIT-Magazin)

Im Juni 2013 bestritten Schwägerin Sonja und ich im Stuttgarter Hotel am Schlossgarten das Finale des ZEIT-Magazin-Kochwettbewerbs. Gerne erinnern wir uns an diese Hitzeschlacht mit Happy End. Leider ist Wolfram Siebeck (ganz links) inzwischen verstorben – seine scharfen kulinarischen Kolumnen werden nicht nur im Probelokal vermisst. Den Bericht vom Kochwettbewerb finden Sie hier.