Hereinspaziert und ausprobiert

Willkommen in Dan’s Probelokal!
Auf dem Menüplan dieses Online-Lokals stehen stets frische Rezeptgeschichten. Als Beilage gibt es musikalische Entdeckungen und kritische Blicke auf unsere Gesellschaft.

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Serie: Überschätzte Gerichte

Kennen Sie das Phänomen auch? Mittelmäßig schmeckende Lebensmittel oder Gerichte werden allerorts hochgelobt. In Zeitschriften erscheinen Rezepte, jeder Mensch scheint dem Hype zu folgen. Und am Ende glaubt man fast noch selbst, dass es der letzte Schrei ist. Obwohl das Gericht bei genauer Betrachtung eben doch nur mittelmäßig schmeckt…

Hier ist nach einem Teller Risotto nun Teil 2 der – natürlich rein subjektiven und bewusst leicht provokanten – Probelokal-Hitparade der überschätzten Gerichte:

Weißer Spargel…

…schmeckt gelegentlich okay, wird aber allseits viel zu hoch gelobt. Nur weiß ich nicht warum. Ist es die Sehnsucht nach Frühling? Die Legitimation für eine Extra-Portion Sauce Hollandaise? Ich weiß es immer noch nicht. Und koche mir versuchsweise ein paar Stangen ein.

Zweite Wahl

Im Probelokal werden viele Rezepte ausprobiert. Doch nicht aus jedem wird eine eigene Geschichte. Hier sehen Sie wechselnde Gerichte zweiter Wahl. Diesmal:

Salzstängel

Aus Dinkelmehl, Butter, frischer Hefe, Wasser und Salz entstehen im Handumdrehen feine Salzstängel. Sie schmecken am besten frisch aus dem Ofen und lassen sich außerdem wunderbar einfrieren. Falls ich Ihnen das Rezept senden soll, dann schreiben Sie mir: dan@probelokal.com.

Wenn Sie wollen, dann spenden Sie als Gegenleistung dem Verein „Herzkinder Österreich” gelegentlich ein paar Euro.

Herzliches Schnitzel nach Emilias Art

Vorher:

Offenbar inspirieren die Umtriebe des Probelokals auch den Nachwuchs – meine bald zehnjährige Tochter hatte kürzlich beim Besuch in Omas Küche jedenfalls die Idee eines Schnitzels nach besonders herzlicher Art. Keks-Ausstecher sind, wenn es nach ihr geht, nicht nur für die Weihnachtsbäckerei geeignet…

Nachher:

Aus der Bücher-Ecke



Die Jahreszeiten-Kochschule

Spitzenkoch Richard Rauch vom „Steira-Wirt“ in Trautmannsdorf und Autorin Katharina Seiser haben im Brandstätter-Verlag die vierteilige Buchreihe „Die Jahreszeiten-Kochschule“ herausgegeben.

Ich legte mir zunächst probehalber das Buch „Winter“ zu, konnte aber nicht lange widerstehen – nach und nach kaufte ich mir auch die anderen drei Jahreszeiten. Aus gutem Grund: Es sind die besten Kochbücher, die ich seit langem gelesen habe.

Hier wird meine Lieblingsküche zelebriert, nämlich die österreichische, aber sie wirkt in keiner Sekunde bieder oder provinziell. Die Rezepte werden durch kreative, internationale Einflüsse angereichert und gelingen sicher. Und die Texte und Bilder inspirieren sehr. Derzeit liegt das Kochbuch „Frühling“ auf dem Nachtkästchen und macht Lust auf die kommenden Monate des Aufblühens.

 

Gehört zum Frühlingsauftakt

Songtipp der Woche

„Tokyo“
White Lies
Album „Five“

Mein Frühlings-Ohrwurm in diesen Wochen: Der Song „Tokyo“ der Londoner Band White Lies. Er ist das Highlight des neuen Albums „Five“, klingt stark nach den 80ern und sei hiermit auch Ihrem Gehör wärmstens empfohlen!

Einen Blick auf die Musiktipps der vergangenen Rezeptgeschichten finden Sie übrigens unter Musik.

Gesehen im März

Fisch ahoi! Das Meer braucht eine Pause

Kürzlich wurde mir eines Dienstagabends wieder einmal bewusst, warum ich öffentlich-rechtliches Fernsehen schätze.

Das liegt nicht nur an politischen Magazinen wie „Report” oder befreiender Satire wie „Willkommen Österreich”. Eine Freude machte mir zuletzt die Reihe „Fisch ahoi” – ich musste sogar obiges Foto am TV-Gerät machen…

In dieser wunderbar entschleunigten Sendung verarbeiten Gastro-Kritiker Florian Holzer, Künstler Thomas Nowak und Fotograf Ingo Pertramer Fische aus österreichischen Flüssen und Seen.

Dabei wird gekocht, philosophiert und gewitzelt, und hinter der Freude steckt eine politische Botschaft: Die nachhaltige Fischerei. Die Sendung ist mein neues Betthupferl am Dienstagabend!

Rezept-Geschichten